Chroniken des schwimmenden Schmieröls: Kapitel des Fuchses (I)
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Chroniken des schwimmenden Schmieröls: Kapitel des Fuchses (I)
Füchse sind die weisesten Geschöpfe, denn sie wissen, wie sie die Gaben der Erde ernten können. Den Schwefel in heißen Quellen, den Salpeter im Vogelkot. Die weisesten Geschöpfe baden in Schlammgruben, damit ihr feuriges Fell das Pulver nicht entzündet. Das himmlische Feuer versengt das namenlose Ufer, in einer Nacht vor nicht allzu langer Zeit. Als Meteoritenschauer über den dunklen Himmel flitzten, wussten nur die Füchse, dass es sich um Fragmente gefallener Wale handelte. Die weisesten Geschöpfe suchen in den Watten nach Bernstein, Ambra und Sternenglas von gesunkenen Schiffen. Perlen sind dort keine Seltenheit, wo Muscheln ihre langen Mäuler weit öffnen und sich Lanthaniden und Aktiniden in ihren Mänteln verstecken. Lehmkessel kultivieren alchemistische Zaubersprüche, denn die Welt hat zu viele Tränen, und was knapp ist, ist wahrer Reichtum. In diesen mondlosen Jahren spiegelt der Sternenhimmel nur das schlaue Lächeln der Füchse wider.
