Jemandes Forschungsnotizen
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Jemandes Forschungsnotizen
... Die Energie in den Relikten des alten Monds scheint so etwas wie einen eigenen Willen zu haben. Unter gezielter Stimulation mit geringer Abgrund-Energie reagiert sie mit klar erkennbaren Überlebens- und Abwehrreflexen – ein Verhalten, das auffallende Parallelen zur Todesangst der früheren Versuchsobjekte (...) aufweist ... ... Bei den bisherigen Beobachtungsdaten liegen keine Messfehler vor. Das in den Mondsplittern existierende, deutlich reinere Kuuvahki kommt wissenschaftlich gesehen einer ursprünglichen Lebensform erstaunlich nahe. Unter kontrollierter Induktion hat es begonnen, lebende Organismen aktiv zu töten und zu assimilieren, um seine Energiereserven zu regenerieren. Gleichzeitig lassen sich geringfügige altruistische Verhaltensmuster feststellen. Jedoch überwiegt der schädliche Einfluss auf das Versuchsobjekt bei weitem. Eine vollständige Entfernung dieser Energie ist dringend geboten. ... Die Energie bleibt zu stark verstreut. Es muss einen Weg geben, sie zu bündeln, um eine reinere Form des Kuuvahki zu erzeugen. Nod-Krai ist schon immer der verletzlichste Rand der Welt und theoretisch könnte diese selbstreproduzierende Lebensform aus Kuuvahki die durch Abgrund-Energie verursachten Lücken füllen. Vorausgesetzt, man füttert sie ständig mit Leben als Nährstoff ... ... Preobrazhensky, du bemitleidenswerter, alter Tölpel. Ein armseliger Abkömmling der Feen ... Niemals hättest du dir eine derart elegante Lösung vorstellen können, nicht in deinem ganzen Leben. So fällt nun sowohl der Verdienst als auch das Ansehen einzig und allein mir zu. Und ein paar kümmerliche Millionen Mora? Für das, was ich hier erreicht habe, wären selbst fünf Prozent der gesamten Handelsgewinne vom Hafen Belovodye nicht zu viel verlangt ... ... Und wenn es so weit ist, lasse ich am Hafen eine Bronzestatue von dir errichten – nicht zu deinen Ehren, sondern damit man sie täglich anspucken kann. Ich würde sie sogar dafür bezahlen! Genau wie damals an der Akademie, als du es gewagt hast, meine Arbeit öffentlich als unrealistisch zu verhöhnen ...
